Ich reduziere meinen Stash- Challenge

Ich muss mal kurz ganz ehrlich zu euch sein: ich liebe Wolle, ich habe viel Wolle, ich habe ZU viel Wolle.

Wie ich mein kleines „Problemchen“ angehen will- und wie ihr mitmachen könnt, falls ihr auch zum Wollhorter mutiert seid, verrate ich euch heute.

Ich war in den letzten Wochen wirklich viel unterwegs, beispielsweise beim OZ Verlag, bei Schoeller oder Schachenmayer. Und überall gab es wundervolle Wolle satt.

Vergangenes Wochenende kam ich dann endlich mal dazu mein neues Garn umzuwickeln– und mir kam langsam die Erkenntnis: entweder ich brauche ein neues Regal, oder die Wolle muss weniger werden.

#ichreduzieremeinenstash

Da meine Wohnung allerdings auf Dauer zu klein ist um immer neue Regale aufzubauen, fiel die Wahl kurzerhand auf Abbau-und weil es gemeinsam motivierender ist als allein, habe ich meinen Plan auf meinem Instagram-Account geteilt und es zu einer Challenge gemacht. Unter #ichreduzieremeinenstash teilen inzwischen ein paar Instagrammer ihre Projekte.

Der Plan: bis zum Jahresende soll der eigene Wollvorrat reduziert werden. Allerdings habe  ich mir kein Neukaufverbot auferlegt, lediglich soll am Ende des Jahres ein Minus vor meiner Wollbillanz stehen. In meinem Fall 20 Knäule weniger.

Warum es sinnvoll ist, eure Wolle zu verarbeiten

Ich bewundere wirklich jeden, der genug Disziplin hat, nur Garne zu kaufen, wenn ein neues Projekt gestartet wird. Ich bin definitv ein Jäger und Sammler Naturell. Hinzu kommt, dass ich keinen Ladem in der Nähe habe und immer so ein bisschen unter der Angst, nicht genug Wolle für eine Anleitung im Haus zu haben, leide. Das ist aber natürlich Quatsch- und schon gleich gar nicht falle ich tot um, wenn ich drei bis fünf Tage warten müsste, bis ich Nachschub beschaffen kann.  Aber es gibt noch mehr gute Gründe gesammeltes Garn zu reduzieren.

Mehr Platz

Kennt ihr das? Ich macht euren Wollschrank auf und euch kommt mindestens ein Knäuel entgegen gekullert. Das ist ein gutes Anzeichen, dass es dringend Zeit wird, Platz zu schaffen. Ein gut sortierter Wollschrank ist schön- ein nicht überfüllter, gut sortierter Wollschrank noch schöner.

Überblick gewinnen

Könnt ihr euch noch an jedes Garn in eurer Sammlung erinnern? Ich kann es zu meiner Schande nicht. Immer, wenn ich mein Garn umwickle, entdecke ich neue alte Schätze. Und das ist schade. Die hangefärbten Garne oder das schöne Leinengarn aus München kommt gar nicht richtig zur Geltung. Wenn ihr euch daran macht euren Stash zu reduzieren, könnt ihr entweder mir den vergrabenen Juwelen beginnen, oder ihr überlegt, was ihr aus den anderen Garnen macht und bewahrt euch die Sonderstückchen fürs neue Jahr auf.

Ohne schlechtes Gewissen neue Wolle kaufen

Wer viel Wolle zuhause hat und trotzdem neue Garne kauft, kennt vielleicht dieses wehmütige Gefühl des „eigentlich hab ich ja schon so viel“. Es ist wirklich viel entspannender und befreiender, neues Garn kaufen zu können ohne dieses schlechte Gewissen im Nacken.

Den Vorrat umstellen

Vielleicht wollt ihr ja auf hochwertige Garne oder auf tierleidfreie oder vegane Garne umstellen, dann macht es Sinn einmal ordentlich durchzusortieren und auszumisten oder zu verarbeiten, was ihr zukünftig nicht mehr nutzen möchtet.

Tipps, was ihr mit überschüssiger Wolle tun könnt

Falls ihr euch nun fragt, wohin mit der Wolle, die ihr zuviel habt, hier kommen ein paar Ideen:

Verarbeiten

Klingt banal, ist aber der beste Schritt um Wolle sinnvoll und effektiv zu reduzieren. Ihr habt zuviel Sockenwolle? Dann ran an die Nadeln und arbeitet die Socken, Stulpen und Mützen ab, die ihr ursprünglich mit dem Garn machen wolltet. Jetzt kurz vor Weihnachten könnt ihr daraus Geschenke machen, oder auch Geschenkanhänger oder Schleifen basteln.

Verschenken

Wenn ihr Häkler und Stricker im Freundeskreis habt, dann verschenkt doch einfach Garn, das ihr nicht nutzen wollt oder könnt. Es gibt sicher jemanden, dem ihr eine Freude machen könnt. Ich habe vor ein paar Jahren alle Polyacryl Garne aus meiner Studienzeit (ich hatte kein Geld, die Wolle sollte günstig sein) gespendet. So habe ich einer sozialen Einrichtung eine Freude gemacht und in meinem Schrank Platz geschaffen.

Verlosen/Verkaufen

Wenn ihr einen eigenen Blog habt, dann veranstaltet doch ein Gewinnspiel. Eure Follower freuen sich bestimmt über ein kleines Päckchen von euch.

Falls ihr keine Möglichkeit habt ein Gewinnspiel zu veranstalten, dann schaut doch mal bei Facebook vorbei. In einigen Häkelgruppen ist der Verkauf von Wolle erlaubt. Dort könnt ihr ungenutzte Garne für ein paar Euro verkaufen. (Achtet aber darauf, dass die Käufer erst bezahlen, bevor ihr versendet- ich habe in einer Flohmarktgruppe selbst schon schlechte Erfahrungen gemacht)

Tauschen

Wenn ihr Wolle in eurem Stash habt, die euch gar nicht mehr gefällt, versucht doch eine Tauschbörse auf die Beine zu stellen. Vielleicht findet sich ja jemand, der genau dieses Material, die Farbe oder die Marke sucht und etwas hat, das ihr gerne verarbeiten würdet.

Habt ihr Lust bekommen, mitzumachen und eure Wolle zu reduzieren? Dann zeigt doch auf Instagram unter #ichreduzieremeinenstash euer aktuelles Projekt und schaut mal bei mir im Account bei den Highlights vorbei- dort findet ihr Vorlagen, die ihr in euren Storys teilen und nutzen könnt.

Habt ihr auch zu viel Wolle? Was sind eure Strategien um eure Sammlung zu reduzieren? Schreibt sie mir gerne in einen Kommentar.

2 thoughts on “Ich reduziere meinen Stash- Challenge

    1. Hallo Elvira,
      bei der Challenge geht es darum den eigenen Stash zu reduzieren. Hierfür kannst du dir ein Ziel setzen und am Ende des Jahres hast du im besten Falle deinen eigenen Vorrat um die Menge erleichtert, die du dir vorgenommen hast.
      Gedacht ist die Aktion für alle, die immerwieder Wolle kaufen, die sie nicht verarbeiten. Ich beispielsweise werde einen großen Teil meiner Wolle zu Weihnachtsgeschenken verarbeiten. Ich weiß von anderen, dass sie einiges Spenden oder verkaufen. Wie du deine Challenge gestalten möchtest kannst du aber selbst entscheiden.
      Ich hoffe das hilft dir weiter.
      Liebe Grüße
      Jasmin

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