Heute habe ich ein kleines Special für euch- einfach nur, weil ich euch gerne einmal mit hinter die Kulissen nehmen möchte. Ich werde immer wieder gefragt, wie lange ich denn für die Hintergrund- und Basic-Wissensbeiträge wie den Häkelnadel-Guide oder den Beitrag über Motten benötige. Daher gibt es heute ein Behind the Scenes und ich verrate euch wieviel Arbeit hinter diesen Beiträgen wirklich steckt.

So finde ich Themen für meine Materialkunde-Texte

Der Weg zum Expertenwissen- oder lernen, lesen und recherchieren

Als ich mich zum ersten Mal damit auseinandergesetzt habe, wohin das ganze mit dem Blog sich entwickeln soll, bin ich schnell auf die Begriffe „Experte“ und „Nische“ gestoßen. Damals wollte ich mich nicht auf ein Thema beschränken, sondern über alles mögliche schreiben. Relevant wurde das erst wieder, als ich mich aufs Häkeln fokussiert habe und nicht mehr aus zig Themenbereichen auswählen konnte. Damit mir nicht die Beiträge ausgehen, habe ich entschieden, dass ich ein bisschen mehr bieten muss, als „nur“ Häkelanleitungen. So kam ich irgendwann dazu, auf Themensuche zu gehen. Und was ich fand, waren Internetforen und Facebookgruppen mit hunderten von Fragen, auf die man Antworten geben könnte.

Also habe ich mir einige Fragen notiert und begonnen nachzulesen und zu recherchieren, zusammenzufassen und schlussendlich darauf, Beiträge zu entwickeln.

Bis heute ist das mein Vorgehen. Ich sammle Ideen und schaue, dass ich Informationen umfassend in einem, einfach lesbaren Text unterbringe. Das Beste dabei ist, dass ich selbst enorm viel dabei lerne.

Der Weg zum Beitrag- so arbeite ich Behind the Scenes

Nun, da ihr wisst, wie ich mir Anregungen hole, verrate ich euch auch, wie es weitergeht.

Fragen, Ideen, Diskussionsimpulse notiere ich mir in meinem Terminkalender. Hier bin ich relativ pedantisch, da ich mir immer mal wieder die Zeit nehme, fliegende Zettel und Listen durchzugehen. Manche Fragen sind nicht mehr so drängend, oder ich habe sie schon beantwortet. Was noch offen und aktuell ist, schreibe ich neu auf und hefte es wieder ab. Generell suche ich mir die Themen nach meiner aktuellen Motivation heraus. Es würde nichts bringen, wenn ich mich zwinge über das Spannen von Tüchern zu schreiben, obwohl ich gerade aber viel mehr Lust auf einen Artikel zum Thema Gewicht von Garnen habe.

Im nächsten Schritt lese ich mich in die Thematik ein- hierfür schaue ich je nach Thema gerne bei Wikipedia nach, lese aber auch bei Herstellern quer oder schaue, was es sonst schon zu diesem Thema irgendwo zu finden gibt. Für meinen Beitrag über Mulesing habe ich beispielsweise mehrere Seiten von Tierschutzorganisationen, Herstellern von Garnen und Textilien und verschiedene Wikipedia-Artikel geöffnet. Nicht selten habe ich auch Textilverordnungen und noch andere gesetzliche Rahmenbedingungen hinzugezogen. (Es ist ziemlich krass, was alles fest und rechtlich bindend definiert ist)

Sobald ich einen Überblick über das Thema habe, lege ich die Struktur meines Beitrags fest und beginne zu schreiben. Häufig verändert sich der Beitrag währenddessen. Manchmal kommt es vor, dass ich einen Beitrag in mehrere Unterteilen muss, da es den Rahmen für einen Beitrag mehr als sprengen würde.

So entstehen meine Materialkundebeiträge

Ein Artikel ist mehr als nur ein guter Text

Für die blanken Texte mit knapp 800 bis 1000 Worten benötige ich meistens zwei bis drei Stunden, manchmal auch mehr, wenn das Thema sehr umfassend ist. Allerdings schreibe ich nicht einen Artikel nach dem anderen, sondern habe mehrere Beiträge, die ich im Hintergrund vorbereite. Aktuell habe ich 22 Entwürfe, die in den verschiedenen Stadien sind. Ein Teil besteht lediglich aus einer Überschrift und ein paar Notizen, während einige andere nur noch auf passende Bilder und Grafiken warten.

Bei meinen Artikeln ist es mir wichtig, den Inhalt mit Bildern zu untermalen und obendrein, falls nötig noch mit Infografiken zu versehen. Dieser Teil nimmt nochmals viel Zeit in Anspruch. Häufig greife ich hierfür auf bereits erstellte Vorlagen zurück. Pro Beitrag fallen hierfür etwa 45 Minuten an- mal mehr, mal weniger, je nach Aufwand für die Grafiken.

Ein Text benötigt also etwa häufig 3-4 Stunden, oftmals noch mehr, bis er erstmals online geht. Später kommen nochmals ein bis zwei Stunden für eventuelle inhaltliche Bearbeitungen, wie Ergänzugen oder neue Grafiken und Bilder hinzu.

Ich hoffe für euch war dieser kurze Blick Behind the Scenes nicht zu langweilig (verratet es mir gerne in den Kommentaren). Ich wollte euch einfach mal einen kurzen Einblick geben, wie ich arbeite, da ich das manchmal gefragt werde. Falls ihr wissen wollt, wie ich meine Anleitungen erstelle: Auch dazu habe ich schon einmal einen eigenen Beitrag veröffentlicht.

2 Comments on Behind the Scenes- Wieviel Zeit benötigt ein Wissens-Beitrag?

    • Hallo;
      tatsächlich sammle ich die meisten Ideen Analog in meinem Kalender. Ich bin eher ein Paper-Lover als ein digital Notebook-Typ, daher bevorzuge ich Stift und Papier- und sehr viele Klebezettel.
      Liebe Grüße

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