Ich häkle zwar das ganze Jahr über durch, auch im Sommer. Allerdings gibt es in den heißen Monaten ein paar mehr Widrigkeiten zu meistern. Aus diesem Grund habe ich euch kurz ein paar meiner Tipps zusammengefasst, wie ihr das Häkeln im Sommer erträglicher und angenehmer gestalten könnt.

HAndarbeiten während der heißen Monate- so klappt es trotzdem

Häkeln und Handarbeiten im Sommer ist ein Thema für sich. Ich weiß von vielen, dass sie im Sommer tendenziell weniger bis gar nicht handarbeiten. Und auch ich häkle in den Sommermonaten normalerweise deutlich weniger. Das liegt aber eher daran, dass der Sommer beim Herzmenschen und mir durch das LivingHistory belegt ist. Dafür lege ich die Häkelnadel beiseite und widme mich dem nähen, färben oder spinnen. Dieses Jahr fällt vieles davon aber weg und ich habe deutlich mehr Zeit fürs Häkeln.

Aber ich habe auch die Jahre zuvor immer wieder auch bei 30°C und mehr die Nadel nicht aus der Hand legen können. Darum habe ich euch einmal meine Tipps zusammengestellt.

Naturfasern als alternative zu wärmender Wolle

Wollfasern sind zwar wärmeregulierend, aber sind wir einmal ehrlich: wirklich angenehm ist das Material im Sommer nicht unbedingt. Langfasrige, feine Garne kleben leicht an der Hand, wenn die Handflächen schwitzen. Besser sind dagegen Naturfasern wie Baumwolle oder Leinengarne geeignet. Gerade letzeres lässt sich super verarbeiten und klebt auch nicht fest.

Tipps und tricks fürs Häkeln im Sommer

Sonnenhut und Schatten- der richtige Ort zum Häkeln

Ich weiß zwar nicht, wie es euch geht, aber ich vergesse gerne die Zeit beim Handarbeiten. Und ich bekomme super schnell einen Sonnenbrand. Das macht so ziemlich die schlechteste Kombination um an einem sonnigen Flecken zu handarbeiten. Zudem wärmt direkte Sonne eurer Garn und euch zusätzlich auf, was nicht gerade angenehm ist. Für eine entspannte Handarbeitssession empfielt es sich daher ein schattiges Plätzchen zu suchen. Auch die Augen werden es euch danken.

Sonnenaufgangs-Häkeln- nutzt die kühle Zeit des (Sommer-)Tages

Wenn ihr große Stücke wie eine Decke fertig bekommen wollt, eignen sich die etwas kühleren Morgenstunden gut zum Arbeiten. Wenn ihr die Möglichkeit habt draußen zu arbeiten, ist das noch besser. Ich sitze gerne im Sommer draußen und trinke meinen ersten Kaffee auf dem Balkon (auch an Arbeitstagen). Da es meist nicht so warm ist, wie die restlichen Stunden des Tages, habe ich meist ohnehin eine Jacke an oder eine Decke dabei. Die perfekte Möglichkeit Fäden zu vernähen oder an größeren Stücken zu arbeiten. Aber auch wenn ihr keinen Balkon habt, ist es morgens schlicht kühler und angenehmer.

Falls ihr einen Ventilator um euch herum habt: auch dieser kann dabei helfen, schwitzende Hände zu vermeiden und ist z.B. mein treuer Begleiter über die heißen Tage und Nächte im Sommer.

Ideen fürs Handarbeiten im Sommer

Kleine Stücke, statt große Teile, die euch bedecken

Ich finde, nichts ist unangenehmer als im Sommer bei Höchsttemperaturen unnötig viel zu tragen. Daher sind auch große Projekte, die aufliegen eher unangenehm. Kleine Stücke wie Taschen, Amigurumi und Co. sind daher angenehmer zu häkeln als Pullover oder gar Decken oder Schals. Perfekt sind natürlich Projekte geeignet, die auch einen gewissen Sommervibe versprühen, wie z.B. Anleitungen im Obst-Look.

Die richtige Nadel gegen das Schwitzen

Gerade wenn ihr mit Nadeln mit Plastikgriff arbeitet kennt ihr diesen Effekt vielleicht schon: Je wärmer, desto schwitziger die Hände und desto rutschiger die Nadel. Einige Nadeln vertragen es auch nicht wirklich, wenn sie mit Schweiß in berührung kommen. Weiche Kunststoffgriffe können klebrig werden (echt bäh) und bei einigen Metallnadeln (gerne auch älteren Modellen) löst sich die Beschichtung. Beides ist nicht gerade angenehm. die besten Erfahrungen habe ich bisher mit Bambusnadeln gemacht. Sowohl während des Arbeitens, als auch danach, die Nadeln haben sich nicht groß verändert. Manche Nadeln mit Holzgriff dunkeln leicht nach, die Oberfläche bleibt aber häufig angenehm glatt, bzw. lässt sich mit ein bisschen Öl pflegen.

Was du sonst tun kannst

Manchmal hilft aber auch der kühlste Schatten nicht weiter. Aber auch wenn es mit dem Häkeln im Sommer nicht klappt, es gibt noch ein paar andere Dinge, die ihr während der Sommermonate angehen könnt.

Fäden vernähen

Ich HASSE das Vernähen von Fäden. Darum häkel ich sowiel wie möglich auch immer gleich mit ein. Das minimiert die Arbeit danach. Aber immer geht das nicht. Darum habe ich hier immer einen kleinen Stapel mit unvernähten Stücken. Falls es euch auch so geht: jetzt ist die Möglichkeit das Thema endlich anzugehen. Positiver Nebeneffekt: Im Herbst könnt ihr dann ohne größere Altlasten in die neue Herbst-Häkelsaison starten.

Neue Projekte planen

Neue Inspirationen sammeln und Plane schmieden, geht immer. Also auch, wenn ihr keine Lust aufs Häkeln habt- wie wäre es dann damit, ein neues Pinterstboard anzulegen oder ein Modboard zu gestalten. Vielleicht kommt auch eine Handarbeitsjournal für euch in Frage, indem ihr die Dinge zusammentragt, die euch gefallen.

Handarbeiten im Sommer

Neben diesen ganzen Ideen, die mir helfen, im Sommer auch bei Wärme zu handarbeitn gibt es natürlich auch die kälteren und regnerischen Tage. Diese sind aber ohnehin perfekt geeignet um sich mit seiner Handarbeit hin zu setzen.

Wie ist es bei euch, häkelt und strickt ihr auch im Sommer, oder herrscht dann Handarbeits-Pause?

Häkeln im Sommer- so klappt es mit der Handarbeit auch während der heißen Monate
Häkeln im Sommer- so klappt es mit der Handarbeit auch während der heißen Monate

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