Die richtige Häkelnadel finden- so geht´s

Häkelnadeln gibt es in zig Farben und Formen von unzähligen Hersteller und ebenso viele Vorlieben beim Häkelnden. Da ist es gar nicht so einfach die richtige Nadel zu finden, mit der ihr euch wohlfühlt.

So findest du die richtige Häkelnadel

Meine Tipps und Tricks, wie ihr herausfinden könnt, welche Nadeln für euch in Frage kommen könnten und welche nicht, habe ich heute für euch zusammengefasst.

Häkelnadeln gibt es wie Sand am Meer- fast jede Materialkombination lässt sich irgendwie finden und für jede Handhaltung und –Größe gibt es geeignete Griffformen- Die Auswahl ist also ganz schön vielfältig und die richtige Nadel zu finden kann ziemlich aufwendig werden.

Worin unterscheiden sich Häkelnaden- und warum?

Häkelnadeln sind simpel denkt ihr? Ein Stück Metall mit einem Haken an der Spitze, bei dem lediglich die Größe des Hakens wirklich wichtig ist. Dann müsst ihr jetzt seeehr stark sein- es gibt viel mehr über die Häkelnadel zu wissen, als nur das. Die wichtigsten Punkte hatte ich vor einiger Zeit schon einmal in meinem Beitrag über die Anatomie und den Aufbau einer Häkelnadel zusammengefasst. Darüber hinaus spielen aber auch individuelle Faktoren in die Wahl des richtigen Handwerkszeugs mit hinein. In den letzten Jahren haben die Hersteller auf diese Vielfalt reagiert- es gibt ergonomische Häkelnadeln, Nadeln mit anti-haft Beschichtungen und wer bereit ist ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen kann sich auch ein Werkzeug individuell anfertigen lassen- man kann also sehr viel Geld in Häkel-Werkzeuge investieren. Wirklich Sinn macht das aber erst, wenn ihr wisst, welche Anforderungen eine Nadel für euch erfüllen muss.

Woran erkenne ich eine gute Häkelnadel

Gute, passende Häkelnadeln liegen so gut in der Hand, dass ihr nach mehreren Stunden, die ihr mit ihnen arbeitet, keine verkrampften Finger oder schmerzhafte Stellen an den Händen habt. Eine Nadel die gut für euch passt, bringt euch keine Entzündung im Handgelenk ein, wenn ihr einige Zeit ein hohes (aber noch normales) Arbeitspensum durch-häkelt und lösen keine Allergien bei euch aus. Nadeln die ihr als zu weich empfindet oder bei denen euch häufig der Faden „rausflutscht“ solltet ihr im Idealfall auch nochmals überdenken.

Messer- oder Stifthaltung

Die Häkelnadelhaltung lässt sich in zwei große Haltungstypen unterteilen- Messer- und Stifthaltung. Welche Handhaltung ihr habt hängt oft auch damit zusammen, wie ihr das Häkeln gelernt habt. Sobald ihr euch an eine Haltung gewöhnt habt, ist es nicht ganz leicht umzuschulen (zwar ist es möglich, aber man bekommt schnell und leicht Muskelkater- und wenn man einmal ein bestimmtes Tempo hatte, kommt man sich beim Umlernen vor, wie eine Schnecke. Ich hab das mal ausprobiert). In den meisten Fällen besteht aber auch kein Grund umzulernen, dennoch sollte man wissen, welche Haltung man selbst bevorzugt. Viele ergonomisch geformte Nadeln sind auf den Messergriff ausgelegt- Stifthalter finden sie meist nicht komfortabel.

Ausprobieren und testen

Mit welchen Nadeln ihr wirklich gut arbeiten könnt, erfahrt ihr am besten, wenn ihr eine ganze Weile mit ihnen arbeitet. Im guten Handarbeitsladen lohnt es sich nachzufragen, ob sie Probenadeln haben. Dies ist zwar nicht immer der Fall, aber sollte es möglich sein Nadeln durchzutesten, solltet ihr das unbedingt tun.

Bietet euer Stammladen keine Möglichkeit dazu, könnt ihr bei handarbeitsfreudigen Bekannten nachfragen. Wer dort nicht fündig wird, vielleicht gibt es ja einen Häkeltreff, den ihr besuchen könnt.

Am besten testet ihr Häkelnadeln über eine längere Zeitspanne. Nur weil eine Nadel für 3 Minuten bequem ist, heißt das nicht, dass ihr auch eine Stunde problemlos mit ihnen Arbeiten könnt.

Beobachtet euch selbst- wo greife ich die Nadel, welche Marotten haben sich eingeschlichen (sind z.B. alle Finger an der Nadel), wenn etwas drückt- wo genau empfindet ihr eine Nadel als unangehm. Welches Material liegt euch gut in der Hand und was könnt ihr gar nicht leiden.

Eine gutes Beispiel sind z.B. meine Einhorn-Häkelnadeln– sie sind sehr dick und entweder liebt man das Arbeiten mit Ihnen oder man findet sie furchtbar, denn der Griff ist dick und lang und die Blumendeko kann dem ein oder anderen in die Quere kommen- ich arbeite aber super gerne mit Ihnen und habe keine Probleme.

die richtige Häkelnadel finden- so gehts

Gutes Handwerkszeug muss nicht immer teuer sein

Falls ihr nicht die Möglichkeit habt, euch durchzutesten, dann sucht doch in den Weiten und Breiten Internets nach günstigen Nadeln. Es gibt diverse Flohmärkte und günstige Angebote von Online Warenhäusern. Natürlich bieten auch die klassischen Discountläden Häkelnadeln an.

Viele Billig-Sets sind zwar nicht wirklich langlebig aber oft dennoch relativ gut verarbeitet. Ihr wollt wissen, ob euch eine ergonomische Nadel gut in der Hand liegt, dann bestellt doch erst einmal eine gebrauchte Nadel- klappt es mit dieser gut, dann lohnt es sich wirklich Geld in die Hand zu nehmen.

Ich selbst habe einige teure Fehlkäufe getätigt mit Nadeln von Markenherstellern, die mir leider gar nicht gut in der Hand liegen- weil ich beispielsweise keine Nadeln mag, die keinen Griff haben- und mir das erst aufgefallen ist, als ich das 50€ Set dann daheim hatte. Seither probiere ich erst einmal die günstigen Varianten aus- und investiere später das Geld in ein hochwertigeres Set.

Eine andere Möglichkeit ist es, ein Set aus blanken Metallnadeln zu Kaufen und mit ein bisschen Geschick selbst Griffe zu machen, wie ihr sie braucht (ein Beispiel findet ihr z.B. hier).

Persönliche und individuelle Beratung

Solltet ihr mit einer handgefertigten Nadel liebäugeln und noch nicht genau Wissen, welche Anforderungen ihr an euer Werkzeug stellt, dann schreibt den Hersteller an und lasst euch dort beraten. Die Nadel kann noch so schön sein, wenn sie euch zu dick, zu lang oder zu dünn ist, habt ihr das Geld umsonst ausgegeben und das wäre schade.

Seid wirklich nicht schüchtern, wenn ihr auf der Suche nach einer Häkelnadel sucht, die euch gut in der Hand liegt und an der ihr lange Freude habt- testet, fragt und lasst euch Empfehlungen geben.

Hier auf dem Blog findet ihr unter dem Stichwort „Häkelnadel“ auch zahlreiche Testberichte und Infos zu verschiedenen Nadeltypen oder Marken. Stöbert euch doch auch dort einmal durch.

Ihr könnt zwar, einen halben Monatslohn in Häkelnadeln umsetzen und am Ende feststellen, dass euch die Nadeln gar nicht taugen, aber wenn ihr ein bisschen Zeit vorab investiert könnt ihr euer Lehrgeld gering halten. Sobald ihr die Faktoren gefunden habt, die eine gute Nadel für euch ausmacht könnt ihr euch auf die Suche machen und auch wirklich für hochwertiges Material Geld investieren.

So findest du die richtige Häkelnadel

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