Heute folgt kein langer oder ausführlicher Beitrag zum Thema Material oder Werkzeug. Heute geht es schlicht einmal um mich- oder besser darum, warum ich das Häkeln so sehr liebe, dass ich wann immer ich die Zeit habe, zur Nadel greife.

Häkeln ist ein tolles und entspannendes Hobby. Dazu ist es auch noch gut für die Gesundheit. Aber all das ist gar nicht so wichtig für mich. Was mich stattdessen so sehr an diesem Hobby fasziniert, verrate ich euch in diesem Beitrag heute.

Meine Gründe warum ich das Häkeln liebe- Darum ist mein liebstes Hobby

Es vergeht tatsächlich kaum ein Tag, an dem ich nicht zumindest 5 Minuten die Häkelnadel schwinge. Egal wie wenig Zeit ich habe, an den meisten Tagen in den letzten Jahren habe ich zumindest ein paar Maschen gehäkelt. Ihr merkt es schon: Häkeln ist meine große Liebe und Leidenschaft. Nicht jeder kann das nachvollziehen und manche assoziieren Häkeln eher mit Oma als mit modern und fancy. Und trotzdem bleibe ich dabei: Häkeln ist die coolste kreative Sache, die ich ausprobiert habe.

Wie habe ich das Häkeln gelernt?

Ich habe meine ersten Maschen schon im Grundschulalter angeschlagen. Allerdings bin ich nie so wirklich warm mit dem Handarbeiten geworden. Die Lehrerin war blöd und lange Projekte und Durchhaltevermögen waren auch nicht meine Stärke. Es hat relativ lange gedauert, bis ich den Handarbeiten etwas abgewinnen konnte. Davor habe ich viel ausprobiert. Am meisten habe ich während der Schulzeit gezeichnet und habe auch mein Abitur mit einer Prüfung in Kunst abgelegt. Rückblickend war aber Zeichnen und Malen mit Stress verbunden. Ich war nie so richtig zufrieden mit mir und habe stundenlang geübt. Mal so eben ging da nichts.

Im Studium habe ich dann das Häkeln für mich entdeckt und es war sofort logisch für mich, wie sich Formen aufbauen oder Muster funktionieren könnten. Daher hatte ich auch von vorne herein Spaß daran und es fiel mir leicht dabei zu bleiben.

Die ganze Geschichte, wie ich zum Häkeln kam, könnt ihr auch im Beitrag zu meiner persönlichen Häkelstory nachlesen.

Was fasziniert mich am Häkeln?

Um genau zu sein, ist da total viel, dass mich am Häkeln begeistert. Ganz schlicht fasziniert mich die Möglichkeit, alles erdenkliche mit Nadel und Faden herzustellen. Dabei ist Häkeln keine Raketenwissenschaft. Häkelformen verzeihen auch kleine Verzähler. Inzwischen schreibe ich für Anleitungen meistens mit, aber ich genieße es besonders frei und ohne zu zählen arbeiten zu können.

Aber Häkeln ist für mich nicht nur eine Möglichkeit mich kreativ auszutoben, es hilft mir auch, mich besonders gut zu konzentrieren. Ich neige dazu gedanklich abzuschweifen, wenn ich nur zuhören muss. Rückblickend gesehen habe ich das schon in der Schule gemerkt, denn ich musste immer irgendwas kritzeln. Leider wurde das nicht als Konzentrationshilfe angesehen, sondern eher als Desinteresse am Unterricht wahrgenommen. Im Studium kamen dann Sketchnotes und Häkeln hinzu. Vorlesungsnotizen habe ich oft mit Sketchnotes ergänzt. Bei Vorträgen habe ich dann die Nadel rausgekramt und einfache Formen gehäkelt. Schwere Augen, Gedankengänge jenseits vom Thema- keine Spur. Bis heute kann ich nicht einmal fernsehen ohne meine Finger zu beschäftigen.

Ich häkle so oft es geht. Wenn ich zur Arbeit fahre und die öffentlichen Verkehrsmittel nehme, in Wartezimmern, während langen Autofarten als Beifahrerin. Für mich ist Häkeln eine wundervolle Möglichkeit mich kreativ auszutoben,  eine Konzentrationshilfe, Meditationsübung, Zeitvertreib und noch mehr.

Meine Gründe warum ich das Häkeln liebe- Darum ist mein liebstes Hobby

Glückshormone beim Häkeln

Dabei sind die immer gleichen Bewegungen, die gleichmäßige Arbeit auch ein wichtiger Faktor für die entspannende Wirkung. Das Häkeln bringt mich innerlich zur Ruhe und stellt somit einen perfekten Ausgleich für mich da. Im Alltag springe ich gedanklich oft zwischen vielen Aufgaben hin und her, wenn ich mich festgebissen habe, würde ich schon sagen, dass ich dann schnell und hochproduktiv arbeiten kann. Allerdings sind das nur Phasen, die ich so gut zurecht komme- schalte ich nicht dazwischen ab, würde ich mich nur verzetteln. Häkeln hilft mir dann ganz gut meine Gedanken an einen Ort zu binden.

Auf der PlusH Fortbildung habe ich auch im Vortrag erfahren, dass Häkeln eine Art der Meditation ist und ich kann das absolut unterschreiben.

Wie hat sich meine Begeisterung fürs Häkeln und die Handarbeit verändert?

Seit ich meinen Blog umgestellt habe und mich noch mehr auf die Handarbeit konzentriere habe ich extrem viel dazu gelernt. Einerseits habe ich neue Techniken ausprobiert und erlernt, andererseits habe ich viel über Material gelesen und Neues erfahren. Doch Häkeln hängt mir inzwischen nicht zum Hals raus, sondern ich liebe es sogar noch mehr.

Ich neige gerne dazu, wenn ich etwas zu 80% kann, die verbleibenden 20% aus den Augen zu verlieren. So ging es mir auch lange beim Häkeln. Ich konnte Amigurumi, Kleidungsstücke, Filet, Lace und vieles mehr, aber besondere Stiche habe ich fast gar nicht geübt. Seit ich mich noch mehr auf das Thema fokussiert habe, sind aber auch die Feinheiten noch mehr in meinen Fokus gerückt und ich habe den Ehrgeiz noch besser Häkeln zu können.

Wie ist es bei euch? Häkelt ihr gerne? Wenn ja, was ist euer „Grund“ für dieses Hobby?

1 Comment on Darum macht mich Häkeln glücklich

  1. Hallo Jasmin,
    ich würde alle Punkte sofort auch für mich unterschreiben. Ich häkle auch schon seit ich 11 bin – also schon ca. 23 Jahre lang und dieses Hobby ließ mich nie wirklich los. Letztes Jahr kam noch stricken dazu, aber häkeln ist und bleibt mein Steckenpferd.
    Lieben Gruss
    Nancy

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.