8 Dinge, die man nicht zu häkelnden Personen sagen sollte

In jedem Hobby gibt es sie: Sprüche die man nicht mehr hören kann, Sätze bei denen man noch nicht einmal mehr müde mit den Augen rollen kann, weil man sie schon so oft gehört hatte.

Natürlich bekommen Häkelliebhaber auch des öfteren solche Kommentare ab. Welche das sind verrate ich euch heute.

Per Facebook und Instagram habe ich nach den häufigsten, nervigsten und meistgehasstesten Sprüchen im Bezug aufs Häkeln gefragt- und super viele Antworten von euch bekommen. Die häufigsten Antworten habe ich für euch zusammengefasst.

1.“Wie Du häkelst? Du bist doch keine Oma?!“

Ich weiß beim besten Willen nicht, warum das Häkeln immer und immer wieder auf ein bestimmtes Alter bezogen wird. Vermutlich, weil es so viele Abbildungen von strickenden (!) älteren Frauen gibt. Fakt ist- in der Altersspanne von 15-100 gibt es so viele kreative Köpfe, die sicher keine Omadeckchen häkeln.

2.“Kannst du für mich XY häkeln?“

Klar, alle die gerne häkeln warten ja quasi nur darauf endlich etwas für andere machen zu dürfen- NICHT. Am Besten wird dieser Satz noch getoppt von: „Wie, ich dachte ich müsste nur das Material bezuschussen?!“ oder „Du hast doch bestimmt noch ein paar Reste zuhause, da brauchst du doch kein neues Material“.

3.“Also ich hätte ja keine Zeit dafür.“

Absolut richtig- alle die Häkeln haben keinen Haushalt, keinen Job und keine Hobbies- generell haben wir den ganzen Tag nichts, also gar nichts anderes zu tun.

Also mal ganz ehrlich, dieser Spruch ist mein persönliches Highlight und auch einer der beleidigensten Sprüche dieser ganzen Liste (so ging es auch vielen die kommentiert hatten).

4.“Kannst Du mir das beibringen?“

Nicht jeder der häkelt ist ein geborener Lehrmeister. Ich persönlich bin ganz furchtbar darin anderen Menschen beizubringen wie das mit dem Häkeln klappt.

Im großen und ganzen ist der Spruch echt nett gemeint- immerhin interessiert sich das gegenüber für das Hobby, trotzdem ist es nervig solche Anfragen abzuwehren- oder sich dann mit nur halb motivierten Schützlingen rumzuplagen.

5.“Warum verkaufst Du deine Sachen denn nicht?“

Sobald man ein Hobby hat, bei dem ein fertiges Produkt am Ende steht, scheint es super interessant zu sein, dass man doch damit Geld verdienen könne- gibt es da nicht so Plattformen für?! Auf einmal mutiert ein Teil des Bekanntenkreises zum Businessmanager. Ganz einfach- neben den super hohen Hürden die ein Verkauf mit sich bringen würde, will schlicht nicht jeder sein Hobby monetarisieren, da es nicht immer im Leben um Geld geht.

6.“Und was machst du mit den ganzen Sachen?“

Hinstellen, tragen, verstauben lassen- oder einfach mal verschenken. Aber wenn man es genau betrachtet geht es keinen etwas an, was man mit den Projekten anstellt nachdem sie fertig geworden sind. Und nein, der Tipp mit dem Verkauf ist nicht erwünscht.

7.“Oh, das ist aber schön gestrickt.“

Der Satz ist so ermüdend, so frustierend und die Antwort darauf kann man einfach gebetsmühlenartig runterrattern „Nein, das ist häkeln, schauen Sie, die Nadel hat einen Haken, daher der Name“- in 90% aller Fälle bleibt dies Info aber nicht hängen.

8.“Das ist aber doch viel billiger, wenn man das kauft.“

Ja, es wäre sicher günstiger ein Massenprodukt zu kaufen, aber bei Handarbeiten geht es nicht darum, mit Massenproduktionen zu konkurieren, sondern um den Entstehungsprozess an sich- um die Entspannung beim Handarbeiten.

Was sind eure liebsten, meistgehassten Sprüche, die ihr nicht mehr hören könnt, wenn es um euer Hobby geht? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar, wenn ich einen Satz vergessen haben sollte oder wenn ihr eine kleine Andekdote zu diesem Thema habt.

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8 thoughts on “8 Dinge, die man nicht zu häkelnden Personen sagen sollte

  1. Der Satz, den ich wirklich nicht mehr hören kann, ist tatsächlich, „Warum machst Du Dir denn den xten Schal, Du hast doch schon so viele“ Schnarch….

    Aber die anderen treffen auch den Ätznerv 😉 Furchtbar!

  2. Hallo Jasmin,

    mein absoluter Hassspruch ist aja uch die Nr. 3! Wie oft ich schon diesen abwertenden Satz gehört habe (und das nicht nur beim Häkeln)… hallo, wir Handarbeitsmenschen haben auch ein ganz NORMALES, genauso ereignisreiches, stressiges Leben wie alle anderen auch. Nur wir investieren halt mehr Zeit in produktive Dinge (auf der Fahrt zur Arbeit kann man eben so einiges tun). Ist doch eigentlich bewundernswert, vielleicht spricht da auch nur der Neid :D.

    Liebe Grüße
    Isabella

  3. 3.“Also ich hätte ja keine Zeit dafür.“

    Jip, ist auch mein Hass-Satz Nr. 1! Bei jedem Hobby, das auf den ersten Blick nicht sonderlich sinnvoll erscheint gleichermaßen gehasst.
    Das suggeriert grundsätzlich, dass man seine Zeit verplempert…

    Ich mag neben meiner Affinität zu Handarbeiten bspw sehr gerne das sogenannte „Filofaxing“. Da sind mir noch viel mehr blöde Sprüche begegnet als zum Häkeln 😀

    Ich verstehe das Zeit-Argument auch nicht. Ich sage doch auch nicht zu einem Pferdebesitzer, dass ich für ein Pferd keine Zeit hätte?

  4. Haha, ich musste ja ganz schön Lachen… Danke für diese Liste – es ist ja immer wieder schön zu sehen, dass es anderen auch so geht =) Was ich auch immer wieder höre ist „Und was machst du jetzt damit?“ oder „Schon wieder eine Kappe? Du hast doch schon so viele…“ Aber wer das Schöne nicht schätzt im Leben ist schlussendlich ja selber schuld… 😉
    Lg Debby

  5. Hey, toller Beitrag! Da findet sich jeder kreativ-schaffende Mensch doch wieder^^

    Die Nummer 5 habe ich auch schon erlebt und finde es besonders merkwürdig, wenn das das erste ist, was dem gegenüber dazu einfällt! Sagt das nicht vielleicht auch etwas über diese Person aus? Oder ist das iwie gesellschaftlich einfach so, dass wir auf Konsum und Kapitalismus getrimmt sind?
    Ich habe gerade überlegt, wenn es ein Hobby ohne Produkt am Ende wäre, wie irgendeine Sportart, dann würden diese Leute wahrscheinlich fragen „Und trittst du dann da auch im Wettbewerb mit anderen an?“ Also es ist so, dass es immer irgendeinen kompetitiven oder finanziellen Nutzen haben muss, was man tut und solche Leute können dann anscheinend nicht verstehen, dass man etwas aus Freude macht oder weil es einfach entspannt. Ich bin froh, dass ich mich zu der letzteren Gruppe zähle, ich habe das Gefühl, dass man so vielleicht ein Stück glücklicher und gelassener durchs Leben geht. Was meinst du?

    1. Ich stimme dir zu, es ist sehr befremdlich wenn immer zu auf das erwirtschaften von Geld abgezielt wird (ist übrigens bei Blogs ähnlich 😝). Andererseits hat besonders DaWanda das Image verstärkt, dass Handarbeiten sich gut versilbern lassen- und auch viele mit einem produktiven Hobby sehen darin gerne eine Einnahmequelle. Ich denke auch die beiden letztgenannten Punkte tragen dazu bei, dass die Frage nach dem Verkauf oft gestellt wird.
      Danke für deinen tollen und differenzierten Kommentar!😍

  6. Eigentlich ist alles gesagt, super zusammengefasst. Gerade wenn das Thema Zeitfaktor und „Sinnhaftigkeit“ des Hobbys zur Sprache kommt, dann finde ich das immer sehr ärgerlich.
    Sehr schön, wenn man wenigstens in der digitalen Community Gleichgesinnte findet, die einfach nur Spaß daran habe und weder Geld im Sinn haben und trotz des Hobbys auch andere Lebensinhalte haben und pflegen. In meiner realen Welt gibt es leider nur wenige, die diese Denke teilen.

    1. So ist es doch aber mit jedem Hobby, wenn wir ganz ehrlich sind- ich kann auch nicht alles nachvollziehen, allerdings würde ich nie nen Briefmarkensammler fragen, welchen Nutzen ihm sein Hobby bringt oder ob er damit nicht Geld verdienen möchte.

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