5 Gründe, warum ihr eure Wolle immer umwickeln solltet

Die meiste Wolle, die man zu kaufen bekommt ist in Deutschland bereits schön praktisch als Knäuel gewickelt- also muss man sie nur ordentlich lagern und dann gibt es keine Probleme- oder doch?

Warum ihr eure Wolle immer umwickeln solltet, bevor ihr sie einlagert verrate ich euch heute.

Ich habe einen nicht zu verachtenden Wollvorrat in meinem Arbeitszimmer und jedes Knäuel davon scheint auf eine eigene Art gewickelt zu sein- da gibt es flache Knäule, Bobbel und manchmal auch Zöpfe- eine einheitliche Optik in dieses Wolldurcheinander zu bekommen ist so fast unmöglich, darum habe ich mir angewöhnt alle Wolle, die meine Türschwelle überquert, neu zu wickeln.

Ordnung schaffen

100 verschiedene Wicklungen machen es schlicht nicht möglich die Wolle richtig gut und übersichtlich zu sortieren. Ich lagere meine Wolle in einem Regal und bevor ich alle Knäule neu gewickelt habe, konnte ich nicht einen davon aus dem Regal nehmen ohne dass der halbe Inhalt auf dem Boden kullerte.

Durch das Umwickeln haben alle Garne die gleiche Wicklung und sehen einheitlicher aus. Mir fällt es dadurch leichter Ordnung in meinem Regal zu halten.

Wollkotze vermeiden

Wolle die gewickelt aus dem Laden kommt hat mich schon mehr als einmal meine Nerven gekostet. Meistens komme ich nach der Shoppingtour zuhause an und stelle fest, dass meine neuen Schätzchen sich in der Tüte zu einer unsortierten Einheit verschmolzen haben, denn sie sind komplett auseinandergefallen und haben sich fröhlich mit ihrem Nachbarknäuel verknotet. Stundenlanges auseinanderknibbeln wird dann meistens gefolgt von totaler Resignation. WENN die Wicklung denn den Weg nach Hause unbeschadet übersteht, habe ich trotzdem das Glück, dass spätestens beim letzten Drittel der Lauflänge ein Wollknödel den Spaß am Handarbeiten vollends den Bach runter geht, denn dann heißt es knibbeln und Knoten lösen. So oder so, Wollkotze hat die unangenehme Eigenschaft sich wie eine Seuche auf den kompletten Wollvorrat zu verteilen- wickelt man nicht sofort ordentlich neu, hat man in absehbarer Zeit einen neuen, flauschigen Mitbewohner.

Da man bei vorgewickelter Wolle in knapp 70% ohnehin an den Punkt kommt, dass man sie umwickeln muss, erledige ich gleich nach dem Einkaufen.

Platz sparen

Vorgewickelte Wolle ist meist sehr locker gewickelt- was ja auch die Bildung von Wollkotze erleichtert. Aber dadurch nimmt der Garnvorrat auch ordentlich Platz ein und schnell kommt man an die Kapazitäten der aktuellen Lagerstätte. Wickelt ihr die Wolle aber mit einem Wollwickler um, liegen die Fäden deutlich enger beisammen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Wolle so endlich problemlos stapeln lässt.

Knötchen-in-Wolle-Hasser sollten jetzt wohl lieber weg lesen: wenn euch kleine Knoten in der Wolle nicht stören könnt ihr auch Wollreste (aka halbe Knäule) von der gleichen Wolle zusammensetzen und daraus ein Knäuel machen.

Pro-Tip: Es gibt eine Technik, mit der ihr die Enden von zwei Knäulen zu zusammenfügen könnt, dass es einen beinahne naht- aber auf alle Fälle knotenlosen Übergang zwischen den beiden gibt.

Wolle neu entdecken und sichten

Wisst ihr noch welche Wolle sich ganz hinten im Regal befindet? Nein? Dann solltet ihr dringend neu wickeln. Wenn ihr das erste Mal euren Vorrat umwickelt kommen sicher so ein oder andere Schätze wieder ans Tageslicht, die ihr vielleicht schon fast vergessen hattet.

Auch ist das Umwickeln eine kleine Strafarbeit, wenn ihr eine vollkommene Shoppingeskalation hinter euch habt (was manchmal und besonders am Monatsanfang gut mal passieren kann) und haufenweise Wolle eingekauft habt. Wenn ihr die neu gewickelt habt, hattet ihr genug Zeit euch bewusst zu machen, wie viel ihr da eigendlich gekauft habt- das geht oftmals einfach unter, wenn man die Wolle nur so verräumt.

Meditation

Erinnert ihr euch noch an meine 10 Tips gegen Kreativitätstiefs? Dort habe ich geschrieben, dass aufräumen und ausmisten eine gute Sache sind, wenn die Muße euch so gar nicht küssen mag.

Das Kurbeln beim Umwickeln hat genau diesen Effekt- ihr geht einer vollkommen monotonen Beschäftigung nach und euer Hirn hat Urlaub. Außerdem habt ihr so richtig viel Zeit euch zu überlegen, was genau ihr mit der Wolle auf dem Wollwickler so anstellen könntet.

Wickelt ihr eure Wolle um, auch wenn sie schon fertig gewickelt aus dem Laden kommt? Kennt ihr die Situation, dass eure Wolle den Heimweg nicht geschafft hat? Was macht ihr dann? Hinterlasst mir doch einen Kommentar

 

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3 thoughts on “5 Gründe, warum ihr eure Wolle immer umwickeln solltet

  1. Hey, das ist bei mir gar nicht so schlimm mit dem verknoten. Aber du besitzt wahrscheinlich auch mehr Wolle als ich^^ Ich habe auch einen Vorrat, den lagere ich in zwei großen Schüsseln. Kannst du deine Aufbewahrungsstätte vielleicht mal zeigen? Das fände ich interessant 🙂

    Jetzt, da ich gerade einen Kommentar schreibe, fällt mir auf, dass man die Schrift hier im Kommentarfeld nur schlecht lesen kann. Könntest du das vielleicht ändern oder ist das so gewollt? Nur ein Hinweis, keine Rüge 😉

    Liebe Grüße, Marie

    1. Hey Marie, danke für deinen Kommentar! Das mit dem Kommentarfeld hab ich mir gleich notiert, ich befürchte aber, das hängt mit dem Theme zusammen- ich muss mal schauen, ob und wie ich das umgestellt bekomme.
      Die Lagerung ist als eigenes Thema geplant, momentan ist mein Arbeitszimmer aber mein Unzufriedenheitsraum und ich mag ihn noch gar nicht so recht zeigen.
      Ich hoffe das ändert sich bald und ich kann ihn so einrichten, wie ich mir das vorstelle😅

      Liebe Grüße

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